SPD FULDA
SPD STADTVERBAND FULDA

Pressemitteilung:

30. März 2017

Kömpel: Keine lauten Güterzüge mehr auf deutschen Strecken

Gesetz vom Bundestag einstimmig verabschiedet

Der Deutsche Bundestag hat einstimmig am Donnerstag das Schienenlärmschutzgesetz verabschiedet. Das bedeutet, dass ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 in Deutschland keine lauten Güterwagen mehr fahren dürfen. „Wir haben uns für dieses Gesetz so stark eingebracht, weil wir die Bürgerinnen und Bürger schützen wollen. Nun wird der Lärm an der Quelle beseitigt und der Lärmschutz gefördert. Ich bin sehr froh, dass wir dieses Gesetz heute auf den Weg gebracht haben“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel (Wahlkreis Fulda/Vogelsberg). Die Sozialdemokratin ist Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur. Seit ihrem Eintritt in den Bundestag im Jahr 2013 hat sie sich regelmäßig für besseren Schutz vor Verkehrslärm eingebracht.
Das Schienenlärmschutzgesetz enthält drei wesentliche Forderungen:
• Ab 2020 dürfen laute Güterzüge nur noch für den Gelegenheitsverkehr angemeldet werden und nicht mehr im Jahresfahrplan. Die Konsequenz wäre, dass der Zug entsprechend langsam fahren muss. Er würde die Strecke für nachfolgende Züge blockieren. Das wäre eine Strafe für leise Züge, die bereits umgerüstet sind. So werden die Möglichkeiten für laute Güterzüge, das Streckennetz zu nutzen, erheblich eingeschränkt.
• Monitoring-Stationen sollen eingerichtet werden, um die Lautstärke der Güterwagen zu überwachen. Denn ein einzelner Güterwagen kann die Lärmmenge eines sonst leisen Zuges deutlich erhöhen.
• Für die Zukunft ist die Entwicklung von leiserer Technik für Güterwagen weiterhin enorm wichtig. Züge, die noch laut sind, müssen umgerüstet werden können, sobald leisere Technik zur Verfügung steht.

Viele Menschen aus ihrem Wahlkreis seien von großem Bahnlärm geplagt, erklärt Birgit Kömpel. Gemeinsam mit betroffenen Kommunen versucht die Abgeordnete weiterhin, Konzepte zu entwickeln, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. So hat es Kömpel erreicht, dass im neuen Lärmschutzpapier ihrer Fraktion eine „Modellregion Fulda“ verankert ist, in der neue Projekte zum Schutz von Betroffenen entwickelt werden können. „In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen könnten wir einiges erreichen“, sagt Kömpel.
Nun aber ist die Abgeordnete erst einmal froh, dass das Gesetz verabschiedet wurde. „Es war ein langer Weg“, resümiert Birgit Kömpel: „ Aber wir arbeiten weiter an Verbesserungen für die Menschen entlang der Bahnschiene. Ohne ausreichenden Lärmschutz gibt es keine Akzeptanz in der Bevölkerung für weitere, dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen – wie etwa der Ausbau der Strecke Fulda-Frankfurt.“






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