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SPD STADTVERBAND FULDA

Pressemitteilung:

fulda, 27. Januar 2014

CDU/Die Grünen benachteiligen Kinder im ländlichen Raum Fulda

CDU/Die Grünen benachteiligen Kinder im ländlichen Raum Fulda

 

Die öffentlich geäußerte Sorge der Gemeinde Hosenfeld über die Zukunft von drei Kindergärten teilt die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Waschke (MdL). Der Erhalt der Kindergärten vor allem mit einer guten Qualität und vernünftigen Öffnungszeiten sieht die Abgeordnete gefährdet. Leider hätten die Grünen gemeinsam mit der CDU das KiFÖG (Kinderförderungsgesetz) beibehalten, was Die Grünen noch vor der Wahl genauso wie die SPD verhindern wollten. Schon während der Sondierungsgespräche sei aber deutlich geworden, dass der Erhalt einer qualitätsvollen Kinderbetreuung auch in strukturschwachen Gebieten den Grünen nicht mehr so wichtig sei.

 

Das KiFÖG wie es jetzt in Kraft getreten ist, benachteiligt die Kinder im ländlichen Raum.

Auch die Kinder in strukturschwachen Gebieten müssen die gleichen Chancen haben wie Stadtkinder, deshalb fordert die Abgeordnete Waschke:

Auch im Dorf muss es flexible Öffnungszeiten mit Ganztagsangeboten geben, zudem qualitätsvolle Betreuung durch ausgebildete Fachkräfte, keine langen Fahrstrecken.

Es sei eine wichtige Aufgabe der Landesregierung, die Kindergärten gut auszustatten, da sie einen Bildungsauftrag haben und die Kinder auf die Schule vorbereiten sollen.

 

Nach dem KiFÖG wird es aus Sicht von Waschke eine maximale Landesförderung von 1,75 Erzieherstellen zukünftig nur noch geben, wenn eine Gruppenstärke von 25 Kindern erreicht sei. Die Einrichtungen seien nach dem neuen Gesetz dazu angehalten, möglichst viele Kinder in wenigen Gruppen zu betreuen, um die maximale finanzielle Unterstützung zu bekommen. Pädagogische Ziele spielten keine Rolle mehr.

 

„Der neue Finanzierungsmechanismus führt dazu, dass bei den Gruppengrößen und Öffnungszeiten jeweils für Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher der schlechteste Wert gewählt werden muss, wenn man eine möglichst gute Refinanzierung in den Kindergärten haben will“, sagte Waschke und fasste damit die Kritik vieler Fachleute zusammen. Das zeichnet sich jetzt in Hosenfeld ab.

 

Bis zu einer Quote von 20 Prozent können Personalstellen mit Nicht-Fachkräften besetzt werden. Der betriebswirtschaftliche Zwang zur Flexibilisierung des Personaleinsatzes werde darüber hinaus dazu führen, dass noch mehr Teilzeitarbeitsverhältnisse und noch mehr befristete Verträge geschlossen werden müssten. Die für Kinder so wichtige Entwicklung von Vertrauen und Bindung werde dabei auf der Strecke bleiben.

 

"Der vermehrte Einsatz von mehr nicht qualifiziertem Personal ist in der gegenwärtigen Situation, in der die Anforderungen an Betreuung, Erziehung und Bildung in der frühen Kindheit in jeder Beziehung steigen, vollkommen unverantwortlich. Das Fazit jedenfalls ist und bleibt: Diese Gesetz ist schlecht für die Kindergärten in der Region Fulda. Hosenfeld ist hier nur der Anfang“, meint Waschke.


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