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SPD STADTVERBAND FULDA

Pressemitteilung:

Fulda, 25. August 2016
Jusos Fulda gegen eine Rente ab 73

Jusos Fulda gegen eine Rente ab 73

Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen, anstatt Arbeitnehmer/innen zu belasten.

Als Reaktion auf die positive Äußerung durch Teile der Jungen Union und der CDU haben sich die Jusos Fulda auf ihrer letzten Sitzung einstimmig gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters bis zum 73. Lebensjahr ausgesprochen. „Um die Rentenkasse zu entlasten könnte man in einem ersten Schritt die Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen“, so der Vorstand der Jusos.

Die Jusos Fulda haben mit Kopfschütteln und Unverständnis auf die Äußerung durch Teile der JU und der CDU auf die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters bis zum 73. Lebensjahr reagiert. „Hier wird das Problem absolut falsch angegangen. Man muss dabei mal an Arbeitnehmerinnen und Arbeiter z.B. in den Berufsgruppen der Bauarbeiter oder aber auch in den Dienstleistungsunternehmen, in den sozial ausgerichteten Berufen usw. denken. Mit über 70 Jahren ist hier das Arbeiten nicht mehr ganz so einfach! Im Alter fällt es den Leuten zunehmend schwerer am Arbeitsmarkt ihre ständig erwarteten Spitzenleistungen zu erfüllen. Die Leute werden dabei oft krank und bekommen physische so wie psychische Krankheiten.“ – so der Vorsitzende der Fuldaer Jusos Fabian Scheibelhut. „Auch nicht alle Führungskräfte, die zum Teil in Spitzenpositionen arbeiten, wollen und können bis ins hohe Alter arbeiten. Der ständige Stress und die Verantwortung geht vielen irgendwann einmal an die Substanz. Irgendwann hat sich jeder mal seinen hoffentlich gesunden Ruhestand verdient. Man sollte sein Berufsleben mit Freude und Ruhe abschließen, anstatt mit Krankheit oder Tod.“
Als einen ersten Schritt, die Rentenkasse zu entlasten, sehen die Jusos die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen. Christina Hahn, aktives Mitglied der Jusos Fulda, äußerte sich dazu wie folgt: „Die Beitragsbemessungsgrenzen entlasten und deckeln die Beiträge von Gutverdiener bis zu einem gewissen Betrag. Der Steuerzahler muss dann im Endeffekt wieder die Finanzierungslöcher bezahlen, damit der Staat eine flächendeckende und ausreichende Rente als Basis ermöglichen kann.“
Desweiteren wollen die Jusos versuchen mit der Grünen Jugend dieses Thema in den Vordergrund zu bringen. Auch wenn man hauptsächlich noch zu der jüngeren Generation zählt, geht nach Meinung der Jusos die Rente und deren Finanzierung alle Altersklassen etwas an – nicht zuletzt durch den demographischen Wandel.
Fabian Scheibelhut

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