SPD FULDA
SPD STADTVERBAND FULDA

Meldung:

09. September 2009
2.000 Besucher bei Frank-Walter Steinmeier in Wiesbaden

„Unser Land braucht eine starke Sozialdemokratie“

Wahlkampf-Stimmung auf dem Luisenplatz in Wiesbaden: Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher waren zur ersten hessischen Großkundgebung mit Frank-Walter Steinmeier am 9. September gekommen und erlebten einen angriffslustigen Kanzlerkandidaten. Scharf attackierte Frank-Walter Steinmeier die schwarz-gelben Regierungspläne für nach der Wahl. Der zurückgehaltene Guttenberg-Plan mache klar, was geplant sei: Mindestlöhne abschaffen, Kündigungsschutz weg, Privatisierung der Krankenversicherung, Festhalten an der Atomkraft.

Die SPD habe beim Kampf gegen die Finanzkrise ihre Kompetenz bewiesen. Einen großen Lacher landete Steinmeier auf die Frage an das Publikum, „was Ihnen an Vorschlägen der CDU zur Finanzkrise einfällt?“ Schweigen auf dem Luisenplatz. „Mir auch nicht mehr.“

„Das Wahlergebnis wird besser sein als die aktuellen Umfragen“, warnte er die Union. „Hochmut kommt vor dem Fall.“ Optimistisch war auch Schauspieler Leonard Lansink, besser bekannt als Privatdetektiv Wilsberg. Er kündigte an, „am 27. September ein Bier auf den Sieg zu trinken.“

Eine klare Position bezog Frank-Walter Steinmeier zu Opel. Das Sanierungskonzept von GM müsse die Interessen der Beschäftigten berücksichtigen. „Für die Schließung deutscher Standorte gibt es kein Steuergeld.“

„Wir haben in den elf Jahren Regierungsverantwortung nicht alles richtig gemacht“, so der Kanzlerkandidat weiter. Aber die SPD habe ihren Kompass nicht verloren. Es dürfe kein „weiter so“ geben. „Unser Land braucht eine starke Sozialdemokratie. Dafür stehe ich", endete er.

Bundesministerin Heidi Wieczorek-Zeul unterstrich die Leistungen der Bundesregierung bei Arbeit, Außenpolitik und Atomausstieg in den letzten Jahren und warnte vor dem Marktradikalismus einer schwarz-gelben Regierung. „Wir müssen auch die Ursachen der Finanzkrise bekämpfen,“ forderte sie.

„Die Wahl ist eine Richtungsentscheidung“, betonte Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender. „Es geht am 27. September nicht darum, ob zu Guttenberg der schönste Politiker ist oder welches Dekolleté Angela Merkel hat, sondern ob es in Deutschland soziale Gerechtigkeit oder eine Ellenbogengesellschaft gibt.“

Vor den Reden gab es eine Talkrunde mit den regionalen Bundestagskandidaten Gerold Reichenbach, Martin Rabanus und Nicole Ritter.

Nächste Kundgebungen mit Frank-Walter Steinmeier
18.9. Frankfurt
19.9. Kassel


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