SPD FULDA
SPD STADTVERBAND FULDA

Pressemitteilung:

06. Februar 2010
Auslaufmodell - Es gibt kein Konzept für erneuerbare Energien

Störfälle in Biblis sind Wink mit dem Zaunpfahl

Als einen „Wink mit dem Zaunpfahl“ bezeichnete der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Thorsten Schäfer-Gümbel, die beiden so genannten Störfälle in den Atomkraftwerken Biblis A und B in der zurückliegenden Woche. „Wir haben es hier mit einer letztlich nicht beherrschbaren Hochrisikotechnologie zu tun, aus der wir schleunigst aussteigen sollten.“

Atomkraft sei ein Auslaufmodell der Energiegewinnung, deshalb habe man auch im Jahr 2000 deren Ende im Jahr 2021 politisch beschlossen und mit den Betreibern fest vereinbart. Schäfer-Gümbel:„Biblis muss planmäßig vom Netz genommen werden, weil notwendige Sicherheitsstandards fehlen und die Gefahr eines Terrorangriffs bis heute nicht gebannt ist. Die jüngsten ‚Störfalle’ bestärken uns in dieser Sicht der Dinge.“ Ein Umstieg in erneuerbare Energien – Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme, Biomasse – sei ökonomisch und ökologisch geboten. Der Ausstieg aus der Atomkraft sei dafür ein entscheidender Impulsgeber!

Die sozialdemokratische Landtagsfraktion habe hierzu ein umfassendes Energiekonzept vorgelegt, welches Grundlage einer Strategie für Hessen sein könne. Das am letzten Montag von Hessens Umweltministerin Silke Lautenschläger vorgestellte Konzept hingegen sei das Papier nicht Wert, worauf es stehe. Es fehle an konkreten Vorschlägen, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien erreicht werden solle.

Hintergrund:
Panne Nummer 1 trat nach Medienbereichten am Donnerstag am Notdiesel im abgeschalteten Block A des Atomkraftwerks auf. Ursache war ein klemmender Schalter gewesen.
Panne Nr. 2: Im laufenden Block B versagt bereits am vergangenen Montag das Notkühlsystem. Hier fuhr eine Armatur nicht in die geforderte Stellung.

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