SPD FULDA
SPD STADTVERBAND FULDA

Pressemitteilung:

Fulda, 12. Juni 2011

Jonathan Wulff soll für die SPD neuer Landrat des Landkreises Fulda werden

100% stimmen für Jonathan Wulff als Landratskandidaten der Fuldaer SPD
+Sabine Waschke MdL gratuliert Jonathan Wulff zum tollen Wahlergebnis
+v.l.n.r.: Barbara Weiler MdEP, Manfred Schaub (SPD-Bezirksvorsitzender Hessen-Nord), Landratskandidat Jonathan Wulff, Sabine Waschke MdL und Günter Strelitz (SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender)

Die Sozialdemokraten aus Stadt und Landkreis Fulda haben sich entschieden. Auf einem außerordentlichen Unterbezirksparteitag im Bürgerhaus von Kalbach-Heubach nominierten die Delegierten den 36-jährigen Juristen Jonathan Wulff aus Fulda einstimmig zum Kandidaten der SPD für die Landratswahl am 4. September 2011. Damit wird Jonathan Wulff zum Gegenkandidaten für den derzeitigen Amtsinhaber Bernd Woide von der CDU.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Paris und Marburg, dem Referendariat in Duisburg und einer beruflichen Station als Rechtsanwalt in Berlin kam Jonathan Wulff im Jahr 2007 nach Fulda. Hier arbeitete er zunächst als Referent für den damaligen Präsidenten der Hochschule Fulda. Seit 2009 ist Wulff Justiziar und stellvertretender Leiter des Hessischen Amtes für Versorgung und Soziales Fulda. Seit 2011 ist er, inzwischen auch in Fulda verheiratet, außerdem stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Fulda.

Noch auf dem Parteitag fand Jonathan Wulff deutliche Worte für die Amtsführung von CDU-Amtsinhaber Woide. Für einen Landrat reiche es nicht aus, in der Verwaltung Vorgänge abzuzeichnen und auf Festivitäten Hände zu schütteln. Vielmehr müsse ein Landrat eine realistische und umsetzbare Vorstellung davon haben, wo sein Landkreis in 10 oder 20 Jahren stehen solle.

„Moderieren, Koordinieren und Führen, das sind die Kardinalstugenden eines guten Landrats“, so Jonathan Wulff in seiner Rede. Als Beispiel nannte Wulff den Tourismus, der für die ländlichen Gebiete des Kreises und insbesondere für die Rhön wirtschaftlich von elementarer Bedeutung sei. Hier müsse der zukünftige Landrat eine aktivere Rolle einnehmen. „Tourismus im Landkreis Fulda ist eben mehr nur als Harley Davidson“, so Herausforderer Wulff. Da potentielle Gäste sich bei der Auswahl ihrer Urlaubsunterkünfte heute vor allem an der Anzahl der „Sterne“ orientierten, müsse unter anderem die Zertifizierung im Tourismusbereich kontinuierlich vorangetrieben werden.

Als ein weiteres für ihn zentrales Thema nannte Jonathan Wulff die Energiegewinnung und Energieeffizienz. Hier müsse man das Rad gar nicht neu erfinden. Andernorts gebe es zum Beispiel bereits Dachkataster sowie neutrale, kostenlose und schnelle Energieberatung. Den notwendigen flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes sieht Jonathan Wulff unter dem Aspekt der eigentlich selbstverständlichen Teilhabe der Menschen und der Bertriebe in Rhön und Vogelsberg an moderner Kommunikation. Hier rudere die CDU unter Bernd Woide gemessen an ihren Versprechen aus dem letzten Kommunalwahlkampf offensichtlich bereits wieder zurück. Dies sei besonders problematisch, da die Entscheidung für oder gegen die Ansiedlung, Weiterführung oder Übernahme eines Betriebs von einer guten Infrastruktur in diesem Bereich abhängen könne.

In Sachen Bildungspolitik kündigte Jonathan Wulff an, sich für den Fall einer Amtsübernahme für die Einführung einer gebundenen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe einzusetzen. Erst nach der Einrichtung einer solchen Schule könne von einer echten Wahlfreiheit der Eltern die Rede sein. Auch müsse die Nachmittagsbetreuung sowie die U3- und Hort-Versorgung ideologiefrei ausgebaut werden.

Am Ende seiner Rede wandte sich Landratskandidat Jonathan Wulff dem sozialdemokratischen Kernthema „Gute Arbeit“ zu. Die von der CDU und ihrem Landrat Woide ausgerufene „Wohlfühlregion Fulda“ sei bitter erkauft. Beim Anteil der problematischen Beschäftigungsformen Zeit- und Leiharbeit sei der Landkreis Fulda deutschlandweit in der Spitzengruppe, wohingegen das Lohnniveau vergleichsweise niedrig sei. „Das ist ein Negativrekord. Zeit- und Leiharbeit sind schlechter bezahlt, machen krank und fördern die Altersarmut“, so Jonathan Wulff. Nicht ohne Grund sei die Zahl der so genannten „Aufstocker“, also von Menschen, die trotz Erwerbstätigkeit noch auf staatliche Hilfe angewiesen sind, im Landkreis Fulda für westdeutsche Verhältnisse ungewöhnlich hoch.

Anstatt an einer „Wohlfühlregion“ für wenige will sich Jonathan Wulff an dem Leitbild einer gerechten und fairen Teilhabe aller Menschen im Landkreis Fulda am Gemeinwesen orientieren. „Dazu möchte ich als neuer Landrat des Landkreises Fulda einen sichtbaren und nachhaltigen Beitrag leisten“, so Jonathan Wulff abschließend.



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