Der
Winterdienst der Stadt ist trotz enormer Anstrengungen des Personals
nicht optimal gelaufen. Die extremen Witterungsverhältnisse der
letzten Wochen können nicht dafür herhalten, dass einiges
verbesserungswürdig sei, heißt es in einer Pressemitteilung
der SPD-Stadtverordnetenfraktion.
Wichtige Plätze in der Stadt, so der Bahnhofsvorplatz und
der Borgiasplatz, waren teilweise schlecht zu begehen. Hatten schon
Bürgerinnen und Bürger ohne Behinderung Probleme, so war es
für Gehbehinderte stellenweise nicht möglich, diese
Plätze zu begehen. Das galt auch für weite Teile der Innen-
und Altstadt. Auch Bushaltestellen stellten mancherorts eine
große Gefahr dar.
Bemängelt werde auch der Winterdienst in den Straßen Fuldas.
Die Stadt habe von der Dringlichkeit her die Straßen in drei
Kategorien klassifiziert. Dies sei nachvollziehbar und auch logisch.
Allerdings gab es noch eine, von der Stadt nicht erwähnte, 4.
Kategorie: Straßen die überhaupt nicht geräumt werden.
Davon habe es in Fulda reichlich gegeben, schreibt die SPD-Fraktion.
Ausdrücklich nehme man die Beschäftigten des Betriebsamtes
von der Kritik aus. Der extreme Arbeitsaufwand, bis hin zur Grenze der
Belastung verdiene den Respekt und die Anerkennung der SPD. Vielmehr
sehe man die Probleme im organisatorischen Bereich. In
Extremsituationen seien Überstunden durchaus notwendig. Wenn diese
allerdings absehbar nicht ausreichten, hätte man weitere
Maßnahmen ergreifen müssen.
Die Stadt sei an anderen Stellen auch nicht so zögerlich mit
Fremdvergaben. Mit Sicherheit hätten private Reinigungsdienste die
Lücke im Winterdienst geschlossen. Warum davon kein Gebrauch
wurde, fragen sich die Sozialdemokraten. Eine bessere Lösung
wäre natürlich die Bereitstellung ausreichenden Personals, um
derartige Extremsituationen zu entschärfen.
Zum Glück sei nichts passiert, denn mangelhafter Winterdienst
könne möglicherweise zu Regressforderungen führen.
Dieser Gefahr sollte die Stadt in Zukunft aus dem Weg gehen,
heißt des zum Schluss der Pressemitteilung.
