Presse-Mitteilung vom 28.02.2010

CDU-Vorsitzender Dr. Dippel - Ein Auftritt voller Polemik, Entlarvungen und ohne Substanz

„Ein Auftritt voller Polemik, Entlarvungen und ohne Substanz“. So bewertet der SPD-Stadtverband Fulda die Wahl von Bürgermeister Dippel zum CDU-Stadtverbands-Vorsitzenden.

Wenn er behaupte zu wissen, das Rot in der Regel politisch nichts leisten könne, soll mal den Blick schärfen für die schwarz/gelben Regierungen in Hessen und im Bund. „Schlechter als die derzeitige Bundesregierung ist noch keine Regierung in der Bundesrepublik gestartet!". Und die Misere der Hessischen Landesregierung geschehe in Verantwortung der CDU. Deshalb sei der Alleinvertretungsanspruch CDU als einzige regierungstaugliche politische Partei „schlichtweg eine Wahrnehmungsstörung“.

Das gelte auch für Fulda. „Die CDU ist ein schwarzer monolithischer Block, dessen Zerbröselung zunehmend sichtbar werde. Die 100%ige Zustimmung zur Wahl von Bürgermeister Dippel belegt dies, weil ein solches Wahlergebnis Ausdruck mangelnder Alternativen oder demokratischer Grundstrukturen ist“, betont der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, H.-J. Tritschler.

Die CDU negiere, dass sie schon lange nicht mehr für die Mehrheit der Fuldaer Bevölkerung spreche. Es sei denn man unterstelle, die große Anzahl der Nichtwähler wären ein Ausdruck der Zufriedenheit mit den regierenden Politikern und Parteien. Fulda sei bunt und modern geworden und habe sich aus der Dominanz des Klerus befreit. Darauf bedarf es anderer Antworten als die CDU gegenwärtig gebe. Dippel habe, was die Zukunft der Stadt angehe, genauso wenige Vorstellungen über den Tag hinaus wie OB Möller

Dippel müsse auch aufpassen, dass er nicht als Tiger abspringe und als Bettvorleger lande. Zahnlos sei er bereits, denn Einiges was er großartig ankündige, drohe zu scheitern. Die geplanten Sperrzeiten für Gaststätten bringen nur etwas, wenn eine breite Akzeptanz erreicht würde und vor allem wirksame Kontrollen stattfinden. Für die Kontrollen fehle aber das Personal bei der Polizei, dafür habe die Hessische Landesregierung gesorgt. Hier sollte er mal an entscheidender Stelle bei der Hessischen Landespolitik ansetzen, meint Tritschler.

Das wilde Parken in der Innenstadt habe Dippel in den letzten sechs Jahren nicht in den Griff bekommen. Ob das in den nächsten sechs Jahren gelingt, darf bezweifelt werden. Ein Konzept für den ruhenden Verkehr in der Stadt fehle seit jeher in Fulda. Wer wildes Parken in der  Innenstadt verhindern will, muss bestimmte Straßenzüge sperren, wie beispielsweise die Friedrichstraße und die untere Bahnhofstraße, und Alternativen anbieten. Versprochene öffentliche Parkgaragen im Fleischmann-Areal unter dem Gemüsemarkt wurden nicht realisiert und ersatzlos Parkflächen am alten Schlachthof vernichtet. „Das ist Fuldaer Realpolitik“.

Bürgermeister Dippel hat mit seiner Kür zum CDU-Stadtverbandsvorsitzenden den Kommunalwahl eröffnet. Jetzt muss er wissen, dass sein Handeln als Bürgermeister genau unter diesem Aspekt betrachtet werde, kündigt Tritschler an. Auf genau diese Gefahr habe die SPD bereits hingewiesen. Er wird nicht in der Lage sein, die Trennschärfe zwischen Amt und Parteiamt zu definieren, so die Prophezeiung des SPD-Stadtverbandes
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